Farbenlehre in der Gentechnik

 

In der Gentechnik-Welt wird umgangssprachlich eine Klassifizierung nach Farben vorgenommen.

 

Die Rote Gentechnik hat ihren Einsatzbereich in der Medizin und man kann den Namen von der Farbe des Blutes ableiten.

Es beinhaltet u.a. Diagnostische Verfahren oder die Neuzüchtung von menschlichem Gewebe z.B. bei Unfällen.

Auch zur Herstellung von Arzneimitteln wie z.B. das genetisch veränderte Humaninsulin, gehören in diesen Bereich.

 

Die Weiße Gentechnik wird vorwiegend im Chemischen Prozessen angewandt. Sie umfasst die Herstellung z.B. von Waschmitteln, Kunststoffen und Enzymen.

 

Die Graue Gentechnik ist eng mit der Weißen Gentechnik verbunden und beinhaltet die spezifische Manipulation von Reinigungsprozessen in der Abwassertechnik.

 

Bei der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft geht es vornehmlich um die Manipulation von Ackerpflanzen. Höherer Ertrag, Krankheit- oder Schädlingsresistenzen oder andere Fettsäurezusammensetzung sind u.a. der Inhalt.

Weltweit werden u.a. Soja, Baumwolle, Mais, und Raps transgen angebaut. In Deutschland wurde 2009 der Anbau von Genmais (MON810) verboten.
2013 wurde die Zulassung für die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel "Amflora" zurückgezogen.

Da diese Anbaumethoden auf dem Feld stattfinden sprechen wir von der Agrogentechnik.

 

 

Leider sind die Verhältnisse zwischen den verschiedenen Gentechnikarten nicht so klar getrennt, wie wir es gerne hätten.

So wird z.B. für die Arzneimittelgewinnung in der Pharmaindustrie alle Arten von gentechnisch veränderten Kräutern angebaut um dann Mithilfe der sog. Roten Gentechnik Medizin zu gewinnen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pharmapflanze

Auch im Bereich der Ethanolgewinnung spielt die Weiße Gentechnik mit der Grünen Gentechnik zusammen und ist wie neuerdings der E10 Sprit heftig in der Kritik.

Mischgebiete sind ebenfalls alle Arten der Herstellung von Vitamine, Hefen, Naturidentische Aromastoffe u.v.m.